Bereits einige Male habe ich über das Landarztproblem hier in den sozialen Medien berichtet und darauf verwiesen, dass es mit einer Landarztquote alleine nicht getan ist. Dadurch wird das Grundproblem nicht gelöst. Meiner Erfahrung nach scheuen viele Jungmediziner die Niederlassung, da sie unternehmerische Verantwortung tragen müssen und auch keinen wesentlichen Vorteil aus der Niederlassung im Vergleich zu einer Anstellung in einer Klinik sehen. Genau mit diesem Thema habe ich mich in meiner Masterarbeit auseinandergesetz und kam zum gleichen Schluss.
Wir freien Demokraten fordern daher das bestehende Förderprogramm für Landärzte weiter zu entwickeln. Dabei ist ein besonderer Blick auf Gesundheitszentren zu richten. Beispielhaft soll hier Thüringen genannt werden, wo solche Zentren von jeher einen festen Platz in der medizinischen Versorgung in strukturschwachen (ländlichen) Gebieten haben. Eine Möglichkeit dies umzusetzten sind Medizinische Versorgungszentren (MVZ), die völlig zurecht von Ulla Schmidt als „Goldkorn der Gesundheitsreform“ bezeichnet wurden. Lokale Gesundheitshäuser, genauso wie genossenschaftliche Modelle, können eine Lösung des Problemes sein, da sich diese dem Grundproblem widmen, im Gegensatz zur Landarztquote. Die zwar in zehn Jahren neue Mediziner bringt, ob sich diese aber auf dem Land niederlassen oder eher in unterversorgten städtischen Gebieten bleibt abzuwarten. Außerdem sehe ich es etwas kritisch, Medizinstudenten bereits zu Beginn des Studiums dazu zu zwingen, sich auf eine Fachdisziplin festzulegen. Insbesondere weiblichen Studienanwärtern gegenüber ist die Verpflichtung für zehn Jahre in Vollzeit aktiv zu sein, ungerecht. Eine Familienplanung wird damit schlicht nicht möglich sein. Ich und die freien Demokraten lehnen Landarztquote daher ab! Aber wir haben nicht nur Kritik, sondern bieten auch Lösungen. Wir unterstützen die Stärkung alternativer Versorgungskonzepte und insbesondere für den Ausbau medizinischer Versorgungzentren in kommunaler Trägerschaft (Ärztehäuser) werde ich mich einsetzen.
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