Seit jeher bin ich großer Freund des öffentlichen Personennahverkehrs und nutze ihn so gut es geht um auf das Auto zu verzichten.

Leider ist aber auf den ÖPNV nicht immer Verlass. Im Gespräch mit anderen Pendlern sind wir immer wieder auf die gleichen Probleme zu sprechen gekommen: Busse und Züge kommen teilweise (regelhaft) zu spät oder auch nicht, der Anschluss an die Bahn ist bisweilen entweder zu knapp bemessen oder auch zu großzügig.

Faktoren, welche die Attraktivität des ÖPNV schmälern und ihn damit

auch nicht zu einer wirklich guten Alternative für einen Großteil der Berufspendler oder auch andere Personen machen.

Dabei habe ich große Hoffnung in das 9 Euro Ticket gelegt, da damit das Argument „Preis“ wegfällt. Leider nutzt auch ein günstiger Preis nichts, wenn das Angebot unzuverlässig ist.

Dass es sich dabei im Landkreis Sigmaringen nicht um einen Einzelfall handelt, sondern flächendeckend in Baden-Württemberg ein

Problem besteht, wurde im Gespräch mit Dr. Christian Jung klar. Um über den aktuellen Status quo und auch zukünftige vorhaben

Seitens der Landesregierung hinsichtlich der Attraktivitätssteigung und Besserung der Zuverlässigkeit informiert zu werden,

insbesondere mit Blick auf den Landkreis Sigmaringen, erfolgte daher auf unsere initiaive hin eine kleine Anfrage (Drucksache 17/2574) an die Landesregierung. Deren Anwort ist nun da und durchaus ernüchternd.

Herr Dr. Jung sagt dazu:

„Ich finde es erschreckend, wie die Landesregierung die Kommunen und Landkreise hier im Regen stehen lässt. Sie legt zwar ein Programm zur ÖPNV-Garantie vor, das erhöhte Frequenzen und verbesserte Pünktlichkeit als Kernforderungen beinhaltet, lehnt sich aber bei der Umsetzung entspannt zurück und verweist auf die Zuständigkeit der Kommunen. Nicht einmal Daten über die aktuellen Pünktlichkeitswerte hat die Landesregierung erhoben, bevor sie ihr Programm aufgesetzt hat. Wer ohne jegliche Kenntnis der tatsächlichen Ausgangslage arbeitet, ist im Blindflug unterwegs. Das ist für eine Landesregierung schlicht nicht akzeptabel.“

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